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Geschichte

Unsere Geschichte im Überblick

Hier finden Sie einen Überblick zur Geschichte der Sauschwänzlebahn.

1875 bis 1886

Europa im 19. Jahrhundert - Die Eisenbahn gilt als entscheidender Impulsgeber des Wirtschaftswachstums. In Südbaden entstehen in den 1860er Jahren einige Eisenbahnstrecken der Badischen Staatsbahn, darunter die Anbindung an die neue Alpentransversale, die Gotthardbahn und auch eine Strecke entlang der Wutach. Geplant ist die Strecke von Oberlauchringen an der Hochrheinstrecke bis nach Donaueschingen. Das erste Teilstück - zwischen Oberlauchringen und Stühlingen - wird am 16. April 1875 eröffnet und bereits ein Jahr später nach Weizen verlängert. Doch geologische und finanzielle Herausforderungen braqchten den Weiterbau dann zum Stocken.
Wutachbrücke im BauWutachbrücke im Bau

1887-1890

Erst das starke Interesse des Militärs führt zur Fertigstellung der Wutachtalbahn. Durch den Krieg 1870/71 wird Elsass und Lothringen deutsch und das neu gegründete Deutsche Reich rechnet mit einem erneuten Krieg gegen Frankreich. Dies stellt das Militär vor ein Problem, denn: Die bestehende Hochrheinbahn führt an zwei Stellen durch die neutrale Schweiz, die im Kriegsfall höchstwahrscheinlich die Durchfahrt für deutsche Militärzüge blockieren. Eine Umgehungsstrecke musste her. In nur drei Jahren entsteht der Mittelabschnitt Weizen-Blumberg bei dessen Bau bis zu 4.500 Arbeiter aus Italien und Tirol im Einsatz waren. Am 20. Mai 1890 wird auf der Wutachtalbahn der durchgängige Betrieb aufgenommen.

1914-1932

Für die teilweise extrem dünn besiedelte Region brachte die Strecke jedoch wenig. Erst der erste Weltkrieg (1914-1918) und die darauffolgende Inflation (1922/23) führten zu einer kurzen Auflebung der Strecke, die dennoch am 15. Mai 1932 von der Hauptbahn zur Nebenbahn deklassiert.

1935-1976

Mit der Eröffnung der Doggererz AG in Blumberg 1935 und später dem zweiten Weltkrieg stieg der Bahnverkehr erneut an. Für die Allierten schien die Strecke zu unscheinbar, denn während den Angriffen wurde die Strecke nur leicht beschädigt. Nach den Reparationszügen nach Frankreich 1945/46 flachte der Verkehr erneut ab. Der Personen- und Güterverkehr lohnte sich nicht und so legte die Deutsche Bundesbahn (DB) am 22. Mai 1955 den kostenintensiven Mittelteil der Strecke vorläufig still. In den 1960er Jahren weckte die Strecke aufgrund des “Kalten Kriegs” das Interesse der NATO. Zwischen 1962 und 1965 erfolgen Zuschüsse, um die Strecke weiterhin betriebsfähig zu halten. Rentabel war die Strecke für die DB jedoch weiterhin nicht, weshalb der Streckenabschnitt Blumberg-Weizen am 01. Januar 1976 endgültig eingestellt.

2022 bis heute

Seit 2022 finden auf der Sauschwänzlebahn Dampffahrten mit der Dampflok 50 2988 der Dampflokfreunde Schwarzwald-Baar statt. Neben den Dampflokfahrten sind auch historische Dieselfahrten mit der V80 geboten. Im Sommer 2025 wird diese dann von der V100 Diesellok abgelöst.
Erste MuseumsfahrtErste Museumsfahrt

1977

Die Stilllegung bezeichnete das Ende des offiziellen Betriebs auf der Strecke zwischen Blumberg und Weizen. Doch anstatt dem Rückbau zum Opfer zu fallen, erhielt die Strecke einen neuen Sinn. Auf Initativen der Stadt Blumberg und der EUROVAPOR wurde am 21. Mai 1977 der planmäßige Museumsbahnbetrieb aufgenommen.
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